Diese Aufnahmen aus dem Usedomer Hinterland sind von 2009. Ich bin erst seit wenigen Tagen auf der Insel Usedom. Gerade erst aus Wiesbaden hier hoch gezogen, weil ich wieder dichter an meine Heimat wollte. Ich hatte auch Vorstellungsgespräche auf Rügen, aber die Entscheidung fiel am Ende zu Gunsten der Arbeitsstelle auf Usedom.

Weldweg

Die Wohnungssuche war schwer und es musste alles sehr schnell gehen. Hilfe vom Arbeitgeber gab es keine. Von Wiesbaden konnte ich aber auch nicht so viel machen. Glücklicherweise konnte ich auf meine Eltern setzen und so hatte ich dann wenige Tage bevor ich Wiesbaden verlassen habe und die neue Arbeitsstelle antrat eine Wohnung im Hinterland.

dark sky

Ich konnte mit Cookie immer ohne Leine gehen, weil wir am Dorfrand wohnten und sofort auf Feld, Wiese und im Wald waren. Es war unglaublich ruhig und ich konnte wunderschöne Landschaftsaufnahmen machen. Das war schon schön und auch genau meins.

Nicht so schön:

Kein Internet und selbst zum Telefonieren musste ich bei Wind und Wetter auf dem Hof gehen. Bei schlecht Wetter in der Saison musste ich 2 Stunden früher mit dem Auto los, weil die Strassen verstopft waren und Parkplatzsuche in den Kaiserbädern ist dann das nächste Problem. Die Dorfstrasse war die Hölle für mein Golf 1 Erdbeerkörbchen und einmal war das ganze Dorf auch eingeschneit und komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Muss man auch mal erlebt haben.

Volkswagen Golf Cabrio

Der Sohn vom Vermieter, der auch im Haus wohnte, war so ganz okay. Wir hatten wenig miteinander zu tun und haben uns kaum gesehen. Er bewohnte die obere Etage ich die untere und hatten so auch kaum Kontakt. Politisch war er bisschen weit Rechts für meinen Geschmack, aber ich wollte auch keine Wahlkämpfe mit ihm ausfechten. Nervig wurde es nur, als seine Freunde sich immer häufiger bei ihm zusammen gefunden haben. Dem Gedankengut entsprechende Musik in der Garage hörten und sich auf dem Hof die Fahrzeuge stapelten.

Aber wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Die Entscheidung hier auf die Insel Usedom zu kommen war kein Fehler. Ich habe dadurch ein paar tolle Leute und eine sehr schöne Landschaft kennengelernt. Natürlich habe ich auch Erfahrungen gemacht auf die ich im Nachhinein auch gerne verzichtet hätte. Aber auch diese haben mich Dinge gelehrt und gehören zu meiner Geschichte. Auch sie machen einem zu dem was man ist und wird.