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Vlog 055 – pack das scheiß Smartphone zur Seite [kleiner Rant]

Vlog 055 vom 06.10.2015

Ein kleiner Rant

Nachdem ich im gestrigen Vlog so schweigsam war, mach ich mir heute ein bisschen Luft. Über mangelnde Kommunikation, darüber das man sich nicht mehr zuhört und nicht mehr miteinander redet. Pack dein scheiß Smartphone bei Seite und höre zu was Dir dein gegenüber erzählt.

Zwischendurch rede ich über meine Gedanken, mein Leben, meine Wünsche, die Zukunft und rege mich ein wenig über den Umgang mit Social Media in der Uckermark und Vorpommern-Greifswald auf und das Potenzial das von Unternehmen nicht erkannt und verschenkt wird.

Über Anmerkungen und Anregungen zu diesem Vlog, würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Vlog_055

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Mein Großvater, seine Geschichte und die Demenz

Mein Großvater stammt aus dem Polnischen Lipiany und ist am 19.04.1930 geboren. Wie alle Menschen dieser Generation, hat auch er viel erlebt und durchgemacht im 2. Weltkrieg. Keine Frage war das eine schwere Zeit, mit traumatischen Ereignissen, wie wir sie uns heute gar nicht vorstellen können. Er erzählte so gut wie nichts darüber. Vielleicht, hat ihn aber auch nie jemand richtig gefragt und mit ihm darüber gesprochen. Vielleicht, traute sich niemand so recht, diese Themen anzusprechen und so wissen wir heute nur einige wenige Details und Geschehnisse. Zum Beispiel, dass er auf einem Flüchtlingstreck seinen Vater und 2 Brüder verlor, als Russische Panzer in die Menschenmenge fuhren.

Mit 16 Jahren fing ich an, mich mehr für seine Geschichte und sein Leben zu interessieren. Allerdings habe ich ihn selbst nie gefragt glaube ich. Es sagten immer nur alle, dass er darüber nicht spricht. Egal ob ich meine Eltern oder meine Oma fragte. Warum ich ihn nie selbst fragte, weiß ich nicht und kann ich mir auch nicht erklären.

Ein paar Jahre später, als ich ein eigenes Blog hatte und 2004/2005 das erste mal von Podcasts erfuhr. Dann etwas später selbst mit dem Videobloggen anfing, da kam mir immer wieder ein Gedanke. Mein Opa sollte seine Geschichte erzählen und ich wollte sie als Audiodatei oder auf Video aufnehmen und vielleicht in einem Podcast veröffentlichen. Es kam nie dazu. Ich schob es vor mir her, redete mich mit Zeitmangel raus, war dann zu weit weg und zu selten in der Heimat und hab schliesslich, auch nicht gefragt ob er es tun würde.

Er erkrankte an Demenz und er erzählte jetzt etwas mehr von früher und seiner Kindheit, was wohl gar nicht selten ist bei dieser Krankheit. Das Kurzzeitgedächtnis lässt stark nach, Erinnerungen an früher sind präsenter und die zeitliche Wahrnehmung ist durcheinander. Da die klaren Momente aber noch überwiegen, war das wohl die letzte Möglichkeit und wäre vielleicht, sogar ein guter Zeitpunkt gewesen mit ihm über sein Leben zu reden. Ich fragte nicht.

Die Krankheit schritt, mit all ihren schrecklichen Symptomen, schnell voran und mein Opa lebte sozusagen in seiner eigenen Welt. Er erkannte meistens niemanden von uns und selbst meine Oma, mit der er über 60 Jahre verheiratet und nie länger als wenige Stunden von ihr getrennt war. War in seiner Wahrnehmung, ganz oft irgendjemand anderes als seine Frau.

Ich kannte ihn immer, als aufgeschlossenen, hilfsbereiten und ehrlichen Mann. Er hat hart gearbeitet, um seiner Familie alles zu ermöglichen. War ein angesehener Schlossermeister, der von vielen respektiert wurde und auf dessen Meinung immer großen Wert gelegt wurde. Von weit her kamen sie zu Ihm, um seinen Rat und seine Kenntnisse in Anspruch zu nehmen. Egal welche Landmaschine oder welches Fahrzeug nicht mehr funktionierte, wenn sie sich keinen Rat mehr wussten, war er ihre letzte Hoffnung.

Ich fuhr 2 mal mit, um ihn im Krankenhaus zu besuchen. Furchtbar fand ich es, ihn so zu sehen und zu erleben. So schmerzhaft sein Verlust war, so erleichtert waren wir, auch als er einschlief.

Heute vor 2 Jahren verstarb mein Großvater.

Ich weiß kaum etwas über sein Leben, vielleicht weil er nicht viel erzählte.
Vor allem aber, weil ich nicht fragte.

Die Geschichten gehen verloren, weil niemand fragt. Niemand kann sie weiter erzählen oder aufschreiben und sie geraten in Vergessenheit und so verschwinden auch Teile, unserer eigenen Geschichte.

Ich wünschte, er hätte  seine Geschichte erzählt und ich hätte sie aufgezeichnet.
Ich wünschte ich hätte gefragt!
Er fehlt mir!

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Hightower

Gerade beim Joggen, ich war gerade bei Km 5 ungefähr, ehemaligen polnischen Arbeitskollegen wieder getroffen. Wirklich schön das er wieder hier ist, hab mich sehr gefreut ihn wieder zu treffen. Was mich auch gefreut hat, festzustellen das ich mich beim laufen unterhalten konnte ohne das ich Probleme mit der Atmung bekomme.

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Warum wir keine Freunde mehr sind und ich dir nicht mehr folge

Die Kolumne „Aufgeweckt: Ich habe dich entfreundet, nimm es nicht persönlich!“ auf T3n des Autors Andreas Weck, aber vor allem die 10 Punkte die zum Entfolgen und aus der timeline schmeißen führen, beschreiben sehr gut was mich in der letzten Zeit beschäftigt. Ich bin aktuell auch gut dabei aufzuräumen und das in allen Bereichen. Ich befreie mich von dem Ballast in meinem Leben. Das fängt bei Klamotten an die ich eh nicht trage, aber immer noch in meinem Schrank rumliegen. Jede Menge anderer Scheiß den ich gar nicht bis selten nutze. Zu selten eben als das es sich lohnt das aufzuheben. Das geht jetzt soweit, dass ich auch mein Auto abschaffen möchte. Hier weiß ich allerdings noch nicht wie sinnvoll das ist und ob ich nicht doch irgendwann mir wieder eines zulege. Ich probiere es einfach erst einmal aus.

Es ist Vergangenheit

Wie auch immer, auch in den Sozialen Netzwerken bin ich dabei aufzuräumen. Ich habe mein tumblr und meinen privaten Instagram-Account gelöscht. Xing und LinkedIn könnte es als nächstes treffen und Facebook würde ich gerne, geht aber leider noch nicht aus unterschiedlichen Gründen. Daher räume ich auf twitter und Facebook gerade gnadenlos meine „Freundes“-Listen auf. Mit den meisten verbindet mich nur die Vergangenheit wie die gemeinsame Schulzeit, die Zeit bei der Bundeswehr oder bei ehemaligen Arbeitgebern. Das leben was sie aktuell führen, wie ihre Kinder aufwachsen, welches neue Auto sie in ihrer Garage parken, wo sie Urlaub machen und wie es dort ist interessiert mich einfach nicht.

facebook

Daher hab ich in twitter die Zahl der User stark reduziert denen ich Folge und auch auf Facebook sehr viele „Freunde“ schon wieder entfreundet. Sicher hatte ich mit einigen eine tolle Zeit in der Vergangenheit oder uns verbindet nur die Vergangenheit so wie die Schulzeit. Für mich ist es aber eben Vergangenheit und ich brauch Facebook auch nicht um in Kontakt zu bleiben. Hätten wir Kontakt halten wollen, wäre uns das sicher auch ohne dieses Netzwerk gelungen und mal ehrlich hatten wir jetzt mehr Kontakt? Die Freundschaftsanfrage wurde bestätigt und mehr war dann auch nicht.

Ich benutze Facebook zum Beispiel einfach anders, als die meisten meiner bisherigen Kontakte. Das ist auch nicht schlimm oder gar ein Vorwurf an diejenigen, jeder kann damit schließlich machen was er will und 70% von dem was ich poste interessiert euch wahrscheinlich genauso wenig und die restlichen 30% sind eh zu kryptisch. Bisher kamen noch keine Nachfragen warum ich denn die „Freundschaft“ beendet habe und manche mögen das jetzt vielleicht sogar persönlich nehmen, aber ganz ehrlich dann könnt ihr mich eh mal am Arsch lecken.

Der Vollständigkeit wegen hier noch die 10 Punkte, aber es würde nicht schaden wenn ihr den ganzen Artikel lesen würdet, der oben verlinkt ist. Auch würde ich das noch etwas anpassen. Sympathisanten der AfD fliegen bei mir auch raus und den letzten Punkt über den kann man Streiten bzw. sehe ich nicht so wichtig.

10 Gründe

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Fragen und Antworten

Die Antworten die man nicht erhält, beantworten meist mehr Fragen als einem lieb ist.