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Faltenbrot

Draußen stürmt es heute Morgen noch immer und der Wind drückt den Regen gegen die Fenster. Richtig tolles Wetter also, zumindest für mich. Klar das mag nicht jeder, aber immer nur Sonne ist doch auch langweilig. Ich finde es jedenfalls toll, bei solchen Wetter draussen zu sein und die Kräfte der Natur zu spüren. Genauso schön ist es aber auch am Fenster zu sitzen und dem Treiben draussen zuzusehen. Eine Heiße Tasse Kaffee oder Tee dazu und die Gedanken schweifen lassen. Nun ist meine Aussicht hier nicht ganz so schön und ich mach das lieber bei meinen Eltern im Wintergarten. Eine andere schöne Möglichkeit so ein Wetter zu geniessen ist aber Backen. Keine Ahnung warum, aber Herbststürme finde ich ideales Backwetter.

Als ich gestern also am frühen Abend zurück kam von meinem kleinen Photowalk auf die Seebrücke, waren meine Hosen Nass, mir war kalt und ich duftete nach Salzwasser. Ich schlüpfte in was bequemes und erinnerte mich an das leckere Faltenbrot mit Kräutern und Knoblauch, welches meine Schwester letztens in der #Uckermark für uns gebacken hat. Das ist ziemlich schnell gemacht, schmeckt unglaublich lecker und schneller kann einem doch gar nicht warm werden. Das Rezept hatte sie von einer Kollegin. Als ich es sah sind mir auf dem kopierten Zettel die Symbole aufgefallen, mit den beschrieben wurde, welche Einstellungen der Mixer haben sollte. Da ist mir gleich aufgefallen, dass das Rezept für den #Thermomix geschrieben ist. Darüber habe ich aber schon hier geschrieben.

Eigentlich soll man es in einer Gugelhupfform machen, da es mir an der aber mangelt habe ich improvisiert. Kann man ja auch halten wie ein Dachdecker und wenn in einer Profi-Küche etwas gemacht immer wird, dann ist es Improvisieren.  Mein Ergebnis seht ihr oben. In der Gugelhupfform sieht es so aus.

Faltenbrot

 

Statt Kräuter habe ich auch getrocknete Tomaten , Knoblauch und Peperoni genommen. Das kann man ja nach Lust und Laune variieren. Das Rezept ist wohl für

Rezept

Für den Teig:

  • 600g Mehl
  • 300g Wasser (lauwarm)
  • 1 Würfel Frische Hefe (Die Hefewürfel im Supermarkt haben meist um die 4og)
  • ½ TL Zucker
  • 2 TL Salz
  • 50g Öl

Für die Knoblauchbutter:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel, halbiert
  • ½ Bund Petersilie, ohne Stiele
  • 120g Butter, weich
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Teig: Es macht sich gut wenn man die Hefe erst in dem lauwarmen Wasser auflöst. Knetet dann alle Zutaten zu einen Teig zusammen und lasst ihn etwas gehen damit er schön locker ist. In der Zwischenzeit könnt ihr die Butter vorbereiten.

Butter: Wenn ihr den Küchenhipster-Mixer besitzt, herzlichen Glückwunsch. Schmeißt alle Zutaten rein und mixt durch. Fertig.

Alle anderen, ihr seid mir Sympathisch. Zwiebeln hackt man nämlich nicht. Schneidet also Zwiebeln, Knoblauch und die Kräuter klein und vermengt es mit der Butter. Ja die Kräuter dürft ihr hacken.

 

Brot: Den Teig rollt ihr jetzt zu einem backblechgroßen Rechteck aus und bestreicht den mit der Butter. Jetzt schneidet ihr den Teig in ca. 5cm breite Streifen, die ihr wiederum wie eine Ziehharmonika in Falten legt. Die in Falten gelegten Streifen setzt ihr in eine Form dicht an dicht ein. Welche Form ist euch überlassen bzw. nehmt das was ihr da habt. Denkt nur daran das der Teig auch noch aufgeht. Also nicht zu viel in die Form und stellt die Form lieber auf ein Backblech oder Alufolie in den Ofen, falls die Butter irgendwo rausgedrückt wird. Bevor das aber in den vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 25 bis 30 Minuten backt, lasst es noch mal 15 minuten in der Form gehen.

Das Ergebnis ist auf alle Fälle sehr lecker und einen #Thermomix brauch man dafür nicht. Wie schon geschrieben habe ich es mit getrockneten Tomaten und scharfen Peperoni gemacht. Wen es fertig ist, schneide ich mir gerne eine Scheibe ab, beschmiere es mit frischer Avocado und streue etwas Meersalz rauf. Sehr Lecker 👌

 

Wenn ihr es auch Zu Hause ausbprobiert, würde ich mich sehr über euer Feedback freuen. Vielleicht schickt ihr auch ein Bild oder schreibt in die Kommentare , wie ihr das rezept abgewandelt habt

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Was der Thermomix mit der Fotografie gemeinsam hat

Der Thermomix

Der #Thermomix ist meiner Meinung nach eine völlig überteuerte Küchenmaschine, die eigentlich das selbe macht wie alle Küchenmaschinen. Sie gaukelt uns vor, Arbeitsschritte zu erleichtern und Zeit zu sparen. Die Zeit die ich allerdings bei der Zubereitung spare, benötige ich danach bei der Reinigung des Gerätes und dem Zubehör. Mal Ehrlich wer einen #Thermomix benutzt um Zwiebeln zu hacken, der sollte einfach gar nicht in der Küche stehen und das lieber anderen überlassen. Ja manche Arbeiten erleichtert so ein Gerät schon, aber das rechtfertigt in meinen Augen nicht den 4 stelligen Anschaffungspreis.

Hype und Marketing

Durch geschicktes Marketing, das platzieren des Gerätes in jeder Kochshow im TV und der „Geschichte“ das es eigentlich nur für Profiküchen gedacht war, wurden die #Küchenhipster angesprochen. Die die glauben das man nur mit den besten teuersten Geräten auch wirklich kochen kann. Der Hype der Kochshows im TV spielte Vorwerk dem Hersteller vom Thermomix da auch gut in die Hände. Vielleicht lief das Geschäft mit den Staubsaugern auch nicht mehr so gut und sie haben den Thermomix nur entwickelt um den Hype der Kochshows nutzen zu können. Ich weiß es nicht, ist mir auch egal. Vorwerk macht da im Marketing jedenfalls sehr viel richtig und dafür haben sie meine Respekt. Ich muss mir das Gerät ja auch nicht kaufen. ;) Das Gerät ist jedenfalls ein Erfolg und das auch online in Sozialen Netzwerken oder in Printprodukten. Nicht nur der Hersteller bietet zum Beispiel eigens dafür ein Magazin von Vorwerk an.

Fotografie

So Spinner wie die Küchenhipster gibt es aber auch in jedem Bereich. In der Fotografie kann man das auch sehr schön beobachten. Die Leute müssen immer die neueste Vollformat Kamera haben mit am besten so viel Megapixel auf dem Sensor wie sie in Euro dafür bezahlt haben. Sie können dir die Technischen Daten im Schlaf runterleiern, bei den Isowerten wird dir schwindelig und die Anzahl der Bilder die sie in der Sekunde aufnehmen kann entspricht nicht selten dem IQ des Besitzers.

Ach ja Fotos machen sie damit auch. Bei schönem Wetter, mit UV-Filter als Schutz und der Grünen-Rettungsring-Einstellung. Canon Benutzer wissen wovon ich spreche. Ach und RAW, was ist RAW.

Bei den meisten Besitzern des Thermomix wird es ähnlich sein. Sie schaffen sich das Gerät an, das mehr kostet als die meisten gelernten Köche im Monat Netto verdienen (Tatsache!). Benutzen es dann ein halbes Jahr und fühlen sich wie Profis und danach verstaubt das Ding auf dem Küchenschrank. Statt sich paar vernünftige Küchenmesser zu kaufen und mal wirklich zu Kochen. denn für die meisten Rezepte ist der Thermomix auch gar nicht nötig.